Neue Technik für Atemschutzgeräte

Neue Technik für Atemschutzgeräte

Um den aktuellen Sicherheitsstandards gerecht zu werden, sind die elf in den Fahrzeugen verladenen Atemschutzgeräte nun mit neuer Technik ausgestattet.
Bisher hielt die Taufkirchner Feuerwehr an dem sogenannten Betrieb mit Normaldruck fest. Doch vor allem durch die höhere Sicherheit für die Atemschutzgeräteträger wurden neue Lungenautomaten (Hersteller MSA, M1 Lungenautomat) und Atemschutzmasken (Hersteller MSA, G1 Maske) für die Überdruck Nutzung beschafft.

Was ist ein Atemschutzgerät?

Ein Atemschutzgerät auch Pressluftatmer dient zum Schutz vor gefährlichen Partikeln in der Atemluft wie z.B. Rauch oder andere Gase.
Die Bestandteile sind im Bild zu finden:

Was ist ein Lungenautomat?

Ein Lungenautomat regelt die Luftzufuhr entsprechend der Atemfrequenz des Atemschutzgeräteträgers. Durch das Einatmen in der Maske öffnet sich das Ventil im Automaten und lässt somit die Atemluft eindringen.

Unterschied Normaldruck und Überdruck?

Beim Normaldruck ist der Luftdruck in der Maske wie in der Umgebung. Der Lungenautomat lässt nur Luft in die Maske, wenn der Geräteträger einatmet, also einen Unterdruck erzeugt.

Im Überdruck Betrieb wird schon beim Anschluss von Lungenautomat und Maske ein Überdruck in der Maske von 4,2 mBar hergestellt. Das heißt der Druck in der Maske ist höher wie in der Umgebung z.B. im verrauchten Zimmer.

Vorteil von Überdruck?

Durch den höheren Druck in der Atemschutzmaske können keine Schadstoffe in die Atemluft des Trägers eindringen. Dies konnte im Normaldruck bei Undichtheit der Maske passieren.
Zudem muss beim Einatmen ein geringerer Widerstand vom Lungenautomat überwunden werden, damit neue Luft eindringt.

Vorteil der neuen Masken?

Ein  Vorteil durch die neuen Masken ist der neue Einheit-Steck-Anschluss, der das lästige Verschrauben von Lungenautomat und Maske ablöst. Zusätzlich ermöglichen sie ein größeres Sichtfeld, verhindern durch Luftstromführung Beschlagen der Scheibe und sind durch die Netzbänderung komfortabler für die Geräteträger.
Die neuen MSA Masken haben eine Vorrichtung für Sprechfunk, die aber aktuell noch nicht mit unseren Funkgeräten kompatibel sind. Der Einsatz für diese Vorrichtung ist bereits in Planung, da sie für den CSA Einsatz benötigt wird.